Ein Wunderkraut aus Paraguay

Ein Wunderkraut aus Paraguay

Ein Wunderkraut aus Paraguay soll Deutschland versüßen

Während das Wunderkraut außerhalb von Europa, vor allem in Japan und den USA, bereits seit Jahren den Lebensmittelmarkt erobert, war es bisher in der EU nicht zugelassen. Stevia-Anhänger sind davon überzeugt, dass eine Zuckerlobby die Einführung bisher erfolgreich verhindern konnte. Tatsächlich hatte jedoch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Bedenken, dass die Pflanze gesundheitlich nicht unbedenklich sein könnte.

Muss man sich Sorgen um Stevia machen?

Langjährige Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Sorgen wohl unbegründet waren. Die EFSA hat nun mitgeteilt, dass das Süßungsmittel weder krebserregend noch gentoxisch sei. Somit konnte die EU-Kommission den Süßstoff Steviolglycosid zur Verarbeitung in Lebensmitteln jetzt für alle EU-Länder zulassen.

Das freut viele Lebensmittelhersteller. Coca-Cola und Danone haben bereits Produkte auf dem Markt, die mit Stevia gesüßt sind. Danone hatte für Frankreich eine Sondergenehmigung erhalten und konnte dort schon vor der Zulassung einen Joghurt verkaufen, der mit dem natürlichen Extrakt gesüßt ist.

„Was ist Stevia?“, habe sie damals gefragt, um von Frauke als Antwort zu bekommen: „Ein Kraut, mit dem ich süße.“

Coca-Cola verwendet den Stevia-Süßstoff

„Wir begrüßen die Reglementierung des Europäischen Parlaments für den industriellen Verkauf von Stevia“, sagt Simone Lápossy von Danone. Für die Lebensmittelbranche ergäben sich daraus eine Fülle von Möglichkeiten. „Durch diese Unterzeichnung können die Vorteile des aus Stevia gewonnen Süßstoffs auch in Deutschland genutzt werden.“

Coca-Cola verwendet den Stevia-Süßstoff schon jetzt in mehr als 30 Produkten weltweit und prüft derzeit den Einsatz von solchen Getränken für den deutschen Markt. „Fanta Still“ – eine Limonade, die mit Stevia gesüßt ist, steht schon im Supermarktregal.

Stevia in Getränken, Müslis, Joghurts und Marmeladen

Ganz ohne Einschränkung hat die EU-Kommission den Süßstoff allerdings nicht zugelassen. Zunächst dürfen mit dem Lebensmittelzusatzstoff, wie es offiziell heißt, nur Getränke, Müsli, Joghurts, Marmeladen, Schokolade und andere Süßigkeiten gesüßt werden.

Und auch nur in bestimmten Mengen, denn das Gremium hat eine tägliche Aufnahmemenge festgelegt. Diese liegt bei 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für Steviolequivalente.

Stevia erobert die Welt

Außerhalb von Europa erobert Stevia schon längst den Markt. Allein 2010 haben sich 102 neue Produkte etabliert. Laut dem Stevia Industry Perceptions Report 2009 könnte bereits im Jahr 2012 Stevia den Zucker zu 40 Prozent ersetzen und den künstlichen Süßstoff Aspartam sowie Sucralose zu mehr als 50 Prozent.

Wer weitere Informationen sucht, kann im Internet unter www.steviaexport.com fündig werden

Stevia Frische oder getrocknete Blätter

Frische oder getrocknete Blätter könnten in Speisen geschnitten werden.

Frische Ernte könne man auskochen, abseihen und den Sud einkochen und abfüllen. „Am besten dosiert man die Flüssigkeit mit einer Pipette, weil sie sehr konzentriert ist und leicht bitter schmecken kann“, sagt der Fachmann.

Stevia getrocknete Blätter

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